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'Une ascension sociale extraordinaire'
 
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Une ascension sociale extraordinaire

Unterrichtsmaterialien zu diesem Kapitel: siehe Dokument 2 [1]

Wie lässt sich der ganz ungewöhnliche und in vieler Hinsicht einmalige Aufstieg der fränkischen Dynastie der Karolinger erklären? Die im zweiten Teil präsentierten Materialien verfolgen vorrangig den Zweck, einige Pisten für die Beantwortung dieser zentralen Frage aufzuzeigen. Ihre Bearbeitung ist mit der Aufgabe verknüpft, eine chronologische Übersicht über die Zeit der Karolinger zu erstellen, in der die wichtigsten der für diese Zeit charakteristischen Daten aufgeführt werden. Aus Gründen der Lernökonomie erscheint es hierbei sinnvoll und wünschenswert, fächerübergreifend zu arbeiten, mithin das im Geschichtsunterricht erworbene Vorwissen der Schüler einzubeziehen und verfügbare Geschichtsbücher und sonstige Informationsquellen zu konsultieren. Als wesentliche Faktoren des ungewöhnlichen sozialen Aufstiegs der Karolinger, der durch die Ämterfolge Hausmaier - König - Kaiser sichtbar wird, verdienen vor allem zwei Aspekte eine besondere Hervorhebung und Berücksichtigung. Anhand einiger Daten sollte exemplarisch die Expansion des fränkischen Reiches dargestellt werden, die ja nicht allein Karl zu verdanken ist. Die Fähigkeit des Frankenreichs zur Expansion basierte auf seiner militärischen Stärke und der Eroberer Karl, der einen beträchtlichen Teil seines Lebens auf Heereszügen verbrachte, verfügte in der gepanzerten fränkischen Ritterschaft über eine für die damalige Zeit quasi unbesiegbare Streitkraft, die auch schon die Machtstellung seines Vaters und Großvaters ermöglicht und gesichert hatte (vgl. Bührer-Thierry: 29ff.). Ein weiterer, für die soziale Anerkennung und Legitimität der karolingischen Herrschaft ausschlaggebender Gesichtspunkt ist in der fortgesetzten Kooperation mit dem Papst zu sehen. Der Verlauf dieser Kooperation macht deutlich, dass sich dieser mehrfach fränkischer Unterstützung bediente, um sich gegenüber den Langobarden und dem oströmischen Reich behaupten zu können und gleichsam im Gegenzug dazu bereit war, der karolingischen Herrschaft den Segen und das Prestige der Autorität des Nachfolgers Petri zu verleihen (5).

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Anmerkungen

(5) Die folgende Charakterisierung von Ph.-J. Catinchi (1999) in seiner Besprechung der Karlsbiographie von Jean Favier lässt die Bedeutung der päpstlichen Unterstützung für den karolingischen Aufstieg ermessen: "A l'origine divine de la lignée de Clovis répond, par l'onction qui marque le nouveau roi, une acceptation quasi sacerdotale de la royauté, où la sanction de l'Eglise remplace le droit du sang. "

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