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'Französische Wirtschaftspläne 1947-1997'
 
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Hauptziele der französischen Wirtschaftspläne 1947 bis 1997

 1. Plan (1947-1953): Wiederaufbau nach dem Krieg, Beseitigung der Produktionsengpässe, Steigerung der Produktion gegenüber 1929 um 25 %, Prioritäre Sektoren der Förderung: Kohle, Elektrizität, Stahl, Zement, Transport, landwirtschaftliche Maschinen.

 2. Plan (1954-1957):
 Erhöhung der Produktion um 25 % gegenüber 1952 sowie der Produktivität. Vier Schwerpunkte: Wissenschaftliche und technologische Forschung, Spezialisierung und Anpassung der Industrieunternehmen, Ausbildungsförderung, Verbesserung der Marktorganisation. 

 3. Plan (a: Übergangsplan zu Beginn der V. Republik, 1955-1958):
 Anpassung an die EWG-Zollunion. Erhöhung der Produktion um 27 % gegenüber 1956. (b: Übergangsplan 1960/1961): Stabilisierungsmaßnahmen. 

 4. Plan (1962-1965):
 Wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Förderung der öffentlichen Infrastruktur. Raumordnungspolitik. Wirtschaftswachstum von 5 % jährlich. 

 5. Plan (1966-1970):
 Wirtschaftswachstum von 5 % jährlich. Entwicklung der Spitzenbranchen. Bildung von Großunternehmen internationalen Zuschnitts. Regionale Wirtschaftsförderung. 

 6. Plan (1971-1975):
 Hohes Wachstum von 5,8 - 6 % jährlich. Priorität für die Industrie, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Entwicklung des magischen Dreiecks: hohes Wachstum, geringe Inflation, geringe Arbeitslosigkeit. 

 7. Plan (1976-1980):
 Wirtschaftswachstum von 5,5 - 6 % jährlich, Inflationsbekämpfung, Schaffung von 1,1 Mio. Arbeitsplätzen. Einrichtung von sog. Aktionsprogrammen i.S. der Regionalförderung. 

 8. Plan:
 nicht ausgeführt wegen Regierungswechsels. Geplant waren Maßnahmen zur Intensivierung des Energiesektors und zum sozialen und wirtschaftlichen Gleichgewicht. Statt dessen Übergangsplan 1981-1983: Schaffung von 500.000 Arbeitsplätzen in 2 Jahren, 3 % jährliches Wachstum, Solidarität als Prinzip der Sozial- und Beschäftigtenpolitik. 

 9. Plan (1984-1988):
 Behauptung des französischen Gewichts in der Welt. Modernisierung der Produktionsstrukturen, aktive Beschäftigungspolitik, Solidarität zwischen den Franzosen. 12 Aktionsprogramme mit regionalen und sozialen Schwerpunkten. 1 % jährliches Wachstum. 

 10. Plan (1989 - 1993):
 Vorbereitung auf den europäischen Binnenmarkt, aktive Beschäftigungspolitik. Prioritäten: Bildung, Ausbildung, Forschung, Raumordnung, Reform des öffentlichen Dienstes. 

 11. Plan (1994-1997):
 Globale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, Sozialer Zusammenhalt der Gesellschaft, Reform des Staates und der Verwaltung. 

 12. Plan:
 Unter Premierminister Balladur wurde bereits 1993 die Entscheidung gefällt, die planification zu überdenken. Mit Übernahme der Präsidentschaft durch Jacques Chirac erfolgte eine noch stärkere Zuwendung zu einer weniger dirigistisch beeinflussten Marktwirtschaft. Folglich wurde der 12. Plan nicht mehr formuliert. Das Commissariat général du plan besteht jedoch weiter fort und erarbeitet die wirtschaftlichen Leitlinien im Auftrag des Präsidenten und der Regierung (http://www.plan.gouv.fr [1] , 06.10.2003). 

 Quelle: verändert nach Uterwedde (1994, S. 20), ergänzt nach http://www.plan.gouv.fr [2] , (06.10.2003)