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'Baden-Württemberg: Regionale Identität'
 
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Regionale Identität

Hat sich nach 50 Jahren eine regionale Identität zwischen den beiden Landesteilen und ihren seit Anfang des 19. Jahrhunderts durch Napoleons "Befehl" zusammengefügten Unterterritorien herausgebildet? Die Ergebnisse der beiden Volksabstimmungen (1951 in den von den Besatzungsmächten geschaffenen Ländern und 1970 nur im Landesteil Baden) lassen dies ebenso vermuten wie die vielfältigen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verzahnungen. So stellten die Badener zwischen 1966 und 1978 den Ministerpräsidenten; in jeder Landesregierung sind sie nahezu gleichrangig vertreten. Für die allermeisten Baden-Württemberger ist ihr Land ein Beispiel für den erfolgreichen Zusammenschluss zweier Gebiete.

Allerdings wirken unter dieser Oberfläche Jahrhundert alte Unterschiede fort. Ein Merkmal ist die sprichwörtliche "Schafferei" im württembergischen Landesteil, über die sich die Badener, die ihre gute Küche und folglich das Genießen ihrer Landesprodukte zu schätzen wissen, amüsieren. Den schwäbischen "Tüftlern", die im 19. Jahrhundert notgedrungen die Industrialisierung Württembergs mit ihrem Erfindungsreichtum vorantreiben mussten, ist das "Häusle" und das "Sparbuch" wichtiger (Hans-Georg Wehling). Noch heute ist der Großraum Stuttgart mit seinen Weltfirmen das industrielle Herz des Bundeslandes. Baden kennt kein vergleichbares Gebiet. Kam es in der Fußballbundesliga zum so genannten Südwest-Duell zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart, dann brachen zumindest für 90 Minuten die Rivalitäten zwischen Alt-Badenern und den Schwaben im jeweiligen Stadion wieder auf.

Abbildung 9:

Baden-Württemberg
in Europa

 

Internet-Quelle (03.09.2003)

 

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