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Fragestellung

Es kann heute natürlich überhaupt nicht mehr darum gehen, in alte wechselseitige Vorwurfshaltungen zurückzufallen. Ganz im Gegenteil soll versucht werden zu beschreiben, wie Deutschland und Frankreich sich in den zwanzig Jahren von 1919 bis 1939 auf einen neuen bewaffneten Konflikt zubewegen, nachdem 1918/1919 erst dem so mörderischen Ersten Weltkrieg ein Ende gesetzt worden ist. Um eine solche Fragestellung zu bearbeiten, darf man sich nicht mit simpler linearer Logik begnügen. Es gilt im Gegenteil, sich an komplexes Denken zu gewöhnen, das den vielfältigen Einflußfaktoren und Rückkopplungen zwischen den verschiedenen Aspekten einer historischen Entwicklung Rechnung trägt.

Die Untersuchung stützt sich auf die beiden oben erwähnten Quellengattungen: Geschichtsschulbücher und Satirezeitschriften. Im Vorfeld wurde eine repräsentative Auswahl von über 160 Schulbüchern und pro Jahr mindestens 12 von 52 Ausgaben des Canard enchaîné und des Simplicissimus gesichtet. Der zunächst aleatorisch erstellte Querschnitt der Satirezeitschriften ist in Anbetracht der deutsch-französischen Ereignisgeschichte oft stark erweitert worden. Für diesen Beitrag wurden ausschließlich repräsentative und nicht etwa aus dem Rahmen fallende Texte und Karikaturen ausgewählt.

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